Wasser

Wasserversorgung in Calw

Eine Aufgabe der Energie Calw GmbH ist die Versorgung der ĂŒber 23.000 BĂŒrger/innen von Calw mit qualitativ gutem Trinkwasser in ausreichender Menge und zu einem gĂŒnstigen Preis. Dieser wichtigen Aufgabe wurde das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten in vollem Umfang gerecht.
Im topographisch recht schwierigen Versorgungsgebiet konnte die Belieferung der Kunden mit dem wichtigsten Lebensmittel Trinkwasser gut und weitestgehend störungsfrei durchgefĂŒhrt werden.
In Calw steht das Trinkwasser stets in ausreichender Menge ohne EinschrĂ€nkungen zur VerfĂŒgung. Es ist von guter QualitĂ€t und entspricht in allen Teilen den Anforderungen der Trinkwasser-Verordnung. Im Jahr 2008 betrug die Trinkwasserabgabe in Calw 1.049.000 mÂł. Das Trinkwasser wird zu rd. 84 % aus Eigengewinnungsanlagen gewonnen und zu rd. 16 % als Fremdwasser von verschiedenen ZweckverbĂ€nden gekauft. Die von uns laufend durchgefĂŒhrten chemischen und mikrobiologischen Trinkwasseruntersuchungen bestĂ€tigen uns, dass unser Trinkwasser einwandfrei ist. Es ist hygienisch sauber, es entspricht den geltenden Vorschriften und Richtlinien, die Grenzwerte der Inhaltsstoffe werden weit unterschritten, es kann also ohne Bedenken mit Genuss als das verwendet werden, was es aufgrund seiner WasserqualitĂ€t ist, nĂ€mlich als Trinkwasser.

 

Wasserversorgung in den Calwer Stadtteilen

Stadtteile Calw
Die Innenstadt Calw, Heumaden und Wimberg werden mit Eigenwasser aus dem Wasserwerk Schleiftal, mit seinen Brunnen im Nagoldtal versorgt.
Der Stadtteil Alzenberg wird mit Trinkwasser, das die Energie Calw GmbH vom Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung beziehen, versorgt.

Altburg
Altburg mit Speßhardt, Spindlershof, Oberriedt und Weltenschwann wird ebenfalls mit Trinkwasser, das die Energie Calw GmbH vom Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung bezieht, versorgt.

Hirsau
Hirsau und ErnstmĂŒhl werden mit Eigenwasser aus dem Wasserwerk Hirsau, welches sich im Schweinbachtal befindet, versorgt.
Das Grundwasser der zwei Quellen und des Tiefbrunnens im Schweinbachtal wird im Wasserwerk aufbereitet.
Die Siedlung Bleiche wird ĂŒber eine rd. 1,3 km lange Anschlussleitung mit Trinkwasser, das wir vom Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung beziehen, versorgt.

Holzbronn
Holzbronn wird mit Trinkwasser versorgt, das die Energie Calw GmbH vom ZV Buchenwasser beziehen. Hier handelt es sich um ein Mischwasser aus Eigenwasser des ZV Buchenwasserversorgung und Wasser vom ZV Bodenseewasserversorgung. Die ENCW ĂŒbernimmt das Trinkwasser vom Zweckverband Buchenwasser im HochbehĂ€lter Holzbronn.
Die Siedlung TalmĂŒhle wird mit Trinkwasser versorgt, das wir vom Zweckverband Neubulach beziehen.

Stammheim
In Stammheim werden in den einzelnen Versorgungszonen unterschiedliche Wasser verteilt.

  • Hochzone: 40% Eigenwasser aus dem Wasserwerk Schleiftal und 60% Fremdwasser vom Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung
  • Mittelzone: Eigenwasser aus dem Wasserwerk Schleiftal
  • Niederzone: Eigenwasser aus dem Wasserwerk Schleiftal

WasserqualitÀt

HĂ€rte und Zusatzstoffe fĂŒr die Aufbereitung des Calwer Trinkwasser 2011

Die Waschmittelindustrie ist nach dem Gesetz ĂŒber die UmweltvertrĂ€glichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln verpflichtet, bei phosphathaltigen Produkten abgestufte Dosierungsempfehlungen fĂŒr die WasserhĂ€rtebereiche 1 bis 3 anzugeben und diese auf den Verpackungen deutlich sichtbar aufzudrucken.
Die Energie Calw GmbH gibt daher jÀhrlich den Kunden die WasserhÀrte und zur allgemeinen Information auch den Nitratgehalt des Trinkwassers bekannt sowie die Zusatzstoffe zur Aufbereitung des Trinkwassers.

Nach dem Gesetz ĂŒber die UmweltvertrĂ€glichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln vom 29.4.2007 wurden die HĂ€rtebereiche neu gegliedert: 

  • HĂ€rtebereich weich: weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH)
  • HĂ€rtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH bis 14 °dH)
  • HĂ€rtebereich hart: mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter  (entspricht mehr als 14 °dH)

Diese 3 neuen  Bereiche haben die alten 4 Bereiche abgelöst

In der Trinkwasserverordnung ist der Grenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter festgesetzt.
Das in Calw verteilte Trinkwasser liegt nach den letzten Untersuchungsergebnissen noch weit unter dem genannten Grenzwert, wie aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich ist:

Versorgungs-
Zonen

HĂ€rte-bereich

Millimol Calcium-carbonat
je Liter

Vorlie-
gende  HĂ€rte
°d.H

Nitrat  mg/l

Zusatzstoffe gem. Aufstellung

Altburg

weich

0,65

3,6

3,3

2+3+4

Alzenberg

weich

0,65

3,6

3,3

2+3+4

Calw

mittel

2,0

11,3

11,9

2+3

ErnstmĂŒhl

weich

0,87

4,9

9,7

1+5

Heumaden

mittel

2,0

11,3

11,9

2+3

Hirsau

weich

0,87

4,9

9,7

1+5

Holzbronn ohne TalmĂŒhle

hart

3,62

20,3

12,9

3

Holzbronn TalmĂŒhle

weich

0,53

3

3,8

1

Oberriedt

weich

0,65

3,6

3,3

2+3+4

Speßhardt

weich

0,65

3,6

3,3

2+3+4

Spindlershof

weich

0,65

3,6

3,3

2+3+4

Station Teinach & Waldecker Hof

weich

0,53

3

3,8

1

Versorgungs-
Zonen

HĂ€rte-bereich

Millimol Calcium-carbonat
je Liter

Vorlie-
gende  HĂ€rte
°d.H

Nitrat  mg/l

Zusatzstoffe gem. Aufstellung

Stammheim
Stat.Teinach, Waldecker Hof

weich

0,53

3

3,8

1

Stammheim
Finkenweg, nördl. Falkenstr. bis GÀnsÀckerstr., Osterhalde

mittel

2,0

10,8

4,8

1+2+3

Stammheim
Außer dem Teil nördlich der GĂ€nsĂ€ckerstr. sowie Station Teinach und Waldecker Hof

mittel

2,0

11,3

11,9

2+3

Weltenschwann

weich

0,65

3,6

3,3

2+3+4

Wimberg

mittel

2,0

11,3

11,9

2+3

Bei der Aufbereitung des Trinkwassers werden folgende Zusatzstoffe gemĂ€ĂŸ § 11 Abs. 1 und 2 der Trinkwasserversorgung verwendet und sind in der letzten Spalte der Aufstellung vermerkt:
1.) Chlor
2.) Ozon
3.) Chlordioxid
4.) Halbgebrannter Dolomit
5.) Calciumcarbonat


Vergleich der neuen und der alten HĂ€rtebereiche

Neu

Alt

HĂ€rtebereich

Millimol
Calciumcarbonat
je Liter

Vorliegende
HÀrte °d.H

 

HĂ€rtebereich

Millimol
Calciumcarbonat
je Liter

Vorliegende
HÀrte °d.H

weich

bis 1,5

8,4

1

bis 1,3

bis 7

mittel

1,5 - 2,5

8,4 - 14

 

2

1,3 - 2,5

7 - 14

hart

mehr als 2,5

mehr als 14

3

2,5 - 3,8

14 - 21

4

ĂŒber 3,8

ĂŒber 21

Zu weiteren AuskĂŒnften stehen wir Ihnen gerne persönlich in unserem Dienstleistungszentrum oder telefonisch unter der Rufnummer 07051/1300-24 zur VerfĂŒgung.

 

Preise

Leistung

Abrechnung

Netto + MwSt.

Endpreis

Grundpreis

monatlich

3,83 EUR + 7%

4,10 EUR

Grundpreis

jÀhrlich

45,96 EUR + 7%

49,18 EUR

Wasser*

m3

2,79 EUR + 7%

2,99 EUR

Abwasser**

m3

3,50 EUR

6,49 EUR

* Wasserpreise der Energie Calw GmbH, Preisstand Januar 2011
**Abwasserpreise der Stadt Calw, Preisstand Januar 2011

Wissenswertes

In der Wasserversorgung ist die stĂŒrmische Entwicklung der spĂ€ten 60er und frĂŒhen 70er Jahre abgeflacht. Durch neue Wasser sparende Maschinen und GerĂ€te und die stark zurĂŒckgegangene NeubautĂ€tigkeit stagniert derzeit der Wasserverbrauch.
Der spezifische Wasserverbrauch liegt allgemein bei rund 120 Litern pro Einwohner und Tag. Er wird sich durch weitere Wasser sparende Maßnahmen eher rĂŒckwĂ€rts entwickeln. Man muss jedoch bedenken, dass in langen Trockenperioden der Wasserbedarf steigt und diese Belastungsspitze ebenfalls mit den vorhandenen Versorgungseinrichtungen bewĂ€ltigt werden muss.
Unsere Kunden erwarten zu Recht, dass ihnen jederzeit ausreichend Trinkwasser fĂŒr ihren persönlichen, gewerblichen und sonstigen Bedarf zur VerfĂŒgung steht. Wir erstellen und betreiben die Trinkwasserversorgungsanlagen, damit dieser Anspruch befriedigt werden kann und jederzeit Wasser in der gewĂŒnschten Menge und mit ausreichendem Druck zur VerfĂŒgung steht.
Durch dezentrale Wassergewinnung aus verschiedenen Wasserversorgungsgebieten und zusÀtzliche Fremdwasserbezugsmöglichkeiten steht die Calwer Trinkwasserversorgung auf mehreren Beinen. NetzverbÀnde gewÀhrleisten betriebliche FlexibilitÀt und zusÀtzliche Versorgungssicherheit.
GrĂ¶ĂŸere AusfĂ€lle in der Trinkwasserversorgung sind in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen gewesen. Bei RohrschĂ€den im Trinkwasserversorgungsnetz, wir haben derzeit jĂ€hrlich 60 bis 70 RohrschĂ€den, sind in der Regel nur wenige Kunden betroffen. Unsere Mitarbeiter sind bemĂŒht, soweit wie möglich eine Notversorgung aufrecht zu erhalten, bis der Fehler von unserem Fachpersonal geortet und beseitigt ist.
Die Ursachen fĂŒr RohrschĂ€den sind vielfĂ€ltig. RohrbrĂŒche an Versorgungsleitungen aus Gusseisen sind meistens auf Bodenbewegung, z. B. nach Frostperioden oder durch Verkehrsbelastungen zurĂŒckzufĂŒhren; dabei brechen kleinere Gussleitungen eher als Leitungen mit großem Durchmesser. Leitungen aus Stahl brechen nicht; sind jedoch unter bestimmten Bedingungen korrosionsgefĂ€hrdet. SchĂ€den an Kunststoffleitungen sind in der Regel auf mechanische Langzeitbelastung in Verbindung mit der Werkstoffalterung zurĂŒckzufĂŒhren.

Regenwassernutzung

Einerseits - Regenwassernutzung macht ökologisch Sinn! Andererseits - Regenwasser, oder besser gesagt Dachablaufwasser, ist meistens erheblich mikrobiologisch belastet.
Seine Verwendung im hĂ€uslichen Bereich setzt auch die Installation eines zweiten Leitungssystems zur Wasserverteilung voraus. Dies birgt leider die Gefahr der Verwechslung bei der Installation und bei der Benutzung. Kommt es zu einem irrtĂŒmlichen Zusammenschluss des Trinkwassersystems mit dem Brauchwassersystem oder wird Regenwasser irrtĂŒmlich, z. B. von Kindern, als Trinkwasser verwendet, so ist mit erheblichen Gesundheitsgefahren zu rechnen. Wir verweisen auch darauf, dass zur Verwendung von Regenwasser im hĂ€uslichen Bereich kritische Stellungnahmen des Bundesgesundheitsamts und der staatlichen GesundheitsĂ€mter vorliegen.

Wir gehen davon aus, dass sich ein Teil der Bauherren (z. B. aus ökologischen GrĂŒnden) eine Regenwassernutzungsanlage installieren will. Dabei sind aber einige Bedingungen einzuhalten:
Vor dem Bau der Anlage ist vom GrundstĂŒckseigentĂŒmer bei der Energie Calw GmbH ein Antrag auf Befreiung vom Benutzerzwang - § 5 Wasserversorgungssatzung der Stadt Calw - zu stellen. GrundsĂ€tzlich kann davon ausgegangen werden, dass dieser Antrag genehmigt wird.   

  • Mit dem Antrag auf Befreiung vom Benutzerzwang sind der Energie Calw GmbH PlĂ€ne der vorgesehenen Installation einzureichen. Die Energie Calw GmbH muss sich vorbehalten, die Anlagen jederzeit auf die Einhaltung der einschlĂ€gigen Vorschriften zu ĂŒberprĂŒfen.
    Wir verweisen in diesem Zusammenhang aber nachdrĂŒcklich darauf, dass allein der Anschlussnehmer (=Bauherr) fĂŒr die ordnungsgemĂ€ĂŸe Erstellung/Erweiterung oder Änderung und die Unterhaltung der Anlage verantwortlich ist.

  • GartenwasserzapfhĂ€hne mĂŒssen mit abnehmbaren Drehgriffen ausgerĂŒstet sein, damit keine zweckfremde Nutzung mit daraus resultierender GesundheitsgefĂ€hrdung möglich ist (Kindersicherung). ZusĂ€tzlich ist ein Schild "Kein Trinkwasser" anzubringen.
  • FĂŒr den Bau und Betrieb von Regenwassernutzungsanlagen, die bei Bedarf mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz nachgespeist werden sollen, gelten zusĂ€tzlich folgende Bedingungen:
    a. Einhaltung der Anforderungen der DIN 1988: Regenwasser ist Nichttrinkwasser und nach DIN 1988, Teil 4, Abschn. 4.5 der Klasse 5 "GefĂ€hrdung der Gesundheit durch Erreger ĂŒbertragbarer Krankheiten" zuzuordnen. DIN 1988 legt fest, dass eine unmittelbare Verbindung von Nichttrinkwasseranlagen mit Trinkwasseranlagen nicht zulĂ€ssig ist.
    b. Die Trinkwassernachspeisung muss sichtbar und oberhalb der RĂŒckstauebene erfolgen.
    c. SĂ€mtliche Installationsarbeiten fĂŒr die Nachspeisung durch Trinkwasser dĂŒrfen nur durch ein Installationsunternehmen ausgefĂŒhrt werden, das in das Installateurverzeichnis eines Versorgungsunternehmens eingetragen ist. Die DurchfĂŒhrung dieser Arbeiten ist der Energie Calw GmbH schriftlich anzuzeigen.
  • Ein Schild mit der Aufschrift "Regenwasseranlage ist installiert" muss angebracht werden (z.B. Hausanschlussraum). Die Regenwasserleitung muss als "Nichttrinkwasser" verwechselungsfrei gekennzeichnet sein (bei Lebensmittelbetrieben zusĂ€tzlich farblich unterschiedlich zu anderen Versorgungssystemen).
  • Es wird darauf hingewiesen, dass weiterhin eine Genehmigung der StadtentwĂ€sserung Calw erforderlich ist (auch in Hinblick auf eine evtl. spĂ€tere Erhebung von AbwassergebĂŒhren).
  • Sollten Sie an nĂ€heren Informationen zur hygienischen Seite der Angelegenheit interessiert sein, so empfehlen wir Ihnen, sich an das Landratsamt Calw, öffentlicher Gesundheitsdienst zu wenden
  • Wir empfehlen Ihnen, WassermesserbĂŒgel fĂŒr eventuell spĂ€ter einzubauende Wassermesser vorzusehen (zur Messung der Gesamteinspeisemenge in das hĂ€usliche Regenwassernetz einerseits und zur Messung der Nachspeisemenge aus dem öffentlichen Trinkwassernetz (vgl. Pkt. 4) andererseits.

Achtung: Seit dem 1. Januar 2003 besteht fĂŒr Besitzer und Betreiber von Zisternen die Pflicht, diese beim Landratsamt anzumelden. Kosten entstehen keine, GebĂŒhren fallen nicht an. Der Vordruck fĂŒr die Anmeldung ist beim öffentlichen Gesundheitsdienst des Landratsamtes oder bei der Energie Calw GmbH erhĂ€ltlich.